Kita Bad Bramstedt

Neuplanung eines Kita-Geländes

Erschließung
Durch die Setzung des neuen Kita-Gebäudes auf dem Grundstück und die Anforderungen für den Regel- und Krippenbereich entstehen drei Teilbereiche im Freien:

  • die südliche Erschließungszone am Haupteingang mit PKW- und Fahrradstellplätzen, Anlieferung für die Küche, sowie der überdachte Stellplatz für Kinderwagen und Krippenbusse
  • der Spielbereich für Krippenkinder auf der Ostseite des Gebäudes
  • der Spielbereich für den Regelbereich nördlich des Gebäudes

Die nördliche Erschließung von der Straße Moorstücken wird über einen neu angelegten Fuß- und Radweg hergestellt, der am Nordeingang des Gebäudes endet. Über diesen Weg können auch Pflegearbeiten für die Gartenanlage, Sandaustausch im Spielbereich und Wartungsarbeiten durchgeführt werden.

Spielkonzept
Der Spielbereich für Krippenkinder ist in Gebäudenähe angesiedelt und übersichtlich und einfach gestaltet. Eine große Sandspielfläche im Zentrum wird durch ein schattenspendendes Sonnensegel überspannt, eine Nestschaukel, eine Hangrutsche und Schaukeltiere ergänzen das Spielangebot. Sitzkanten aus unbehandeltem Holz fassen die Sandfläche ein. Die Terrasse ist außerhalb der Essenszeiten auch als Spielfläche für den Krippenbereich nutzbar. Der Schuppen für Spielgeräte kann sowohl für den Regel- als auch für den Krippenbereich genutzt werden.

Der Spielbereich für 3-6-Jährige ist gemessen an den in diesem Alter nun erweiterten Fähigkeiten der Kinder abwechslungsreicher und vielfältiger gestaltet. Am Nordeingang entsteht eine Spielveranda, auf der temporär Stühle und Tische für Bastelarbeiten aufgestellt werden können. Von hier aus können die Kinder mit Lauf- und Dreirädern zu einer Fahrt starten. Die zentrale Sandspielfläche wird auf der Nordseite von einer künstlichen Topografie eingefasst, die neben dem Lärmschutz zu den nördlich angrenzenden Privatgrundstücken eine Vielzahl von Spielmöglichkeiten von Klettern, Rutschen über Verstecken bis hin zum Weitblick über das Gelände ermöglicht. Auf der Südseite ist eine Holzeinfassung vorgesehen, die zum Sitzen, Sandkuchen backen, aber auch zum Balancieren einlädt. Ein Matschtisch mit Wasserpumpe, eine Hängebrücke zwischen den Erdhügeln und eine „Berghütte“ sind weitere Anziehungspunkte auf dem Spielgelände.
Für beide Spielbereiche ist jeweils ein Gartenbereich mit Obstbäumen, Beerensträuchern und Kinder(hoch)beeten vorgesehen.

Pflanzkonzept
Zunächst wird der im Grundlagenplan dargestellte Gehölz- und Heckenbestand erhalten, vor allem die großkronige Bestandseiche spielt eine zentrale Rolle für die Außenanlagen. Unter der weit ausladenden Krone liegt die Terrasse der Kita, die als Versammlungsort im Freien und für Kindergottesdienste genutzt werden kann. Zu den nördlich angrenzenden Nachbargrundstücken werden mittel- und kleinkronige Laubbäume gepflanzt, die in Verbindung mit den Spielhügeln für Sicht- und Lärmschutz sorgen. Die Grundstücksgrenzen und die Pfeifenstiel-Zuwegung werden mit gemischten Laubhecken bepflanzt. Die Stellplätze im Süden sind mit hochstämmigen Laubbäumen überstellt, die auch für eine Beschattung des Gebäudes als „außenliegender Wärmeschutz“ im Sommer sorgen. Für Blühaspekte im Frühjahr und Sommer sorgen eingestreute Obstbäume und Blütensträucher. Die Bodenflächen in den weniger durch Bespielen strapazierten Bereichen werden mit pflegeleichten Stauden, wie Geraniumarten und Gräsern begrünt.

Materialkonzept
Terrassen- und Wegeoberflächen werden mit einem hellen und rutschfesten Betonwerkstein-Plattenbelag und die Stellplätze mit wasserdurchlässigem Rasenfugenpflaster befestigt. Die Böschungsbereiche der Spielhügel und die Einfassung der Sandbereiche sind mit grünem Tartanbelag gegen Abnutzung und Erosion gesichert. Die ebenen Bodenflächen auf den Garten- und Spielflächen sind mit Rindenmulch belegt.