Hohwacht

Strandstraße Alt-Hohwacht

Städtebauliches Konzept Variante 1
Das Konzept der Variante 1 verfolgt das Ziel, durch die geschickte Unterbringung von Stellplätzen in einem überdeckelten Sockelgeschoss eine Lösung vorzuschlagen, die weitestgehend unabhängig von zukünftigen Überlegungen zu Stellplatzkonzepten zeitnah Baurecht schaffen kann. Im Erdgeschoss bzw. Sockelgeschoss befinden sich die baurechtlich nachzuweisenden Stellplätze in einem überdeckelten Bereich, der alle Baukörper miteinander verbindet. Im Erdgeschoss sind zur Strandstrasse kleinteilige Einzelhandelsnutzungen und gastronomische Konzepte geplant. Am Wendekreisel ist ausserdem eine etwas grössere Einzelhandelsfläche vorgesehen, hier wäre ein kleiner Nahversorger sinnvoll, der für Besucher und Einheimische die Versorgung mit alltäglichen Lebensmitteln verbessert. Der Kiosk am Ende der Strandstrasse wird in die dort neu entstehende Bebauung integriert. Für die Grundstücksfläche vor der Seebrücke sieht das Konzept eine Nutzung in Form einer Markthalle vor, das durch ein gastronomisches Angebot, evtl. einige Gästezimmer ergänzt wird. Aufgrund der zentralen Lage wird hier zusätzlich im OG eine Fläche für z.b. ein Gemeindemuseum mit einem kleinen Versammlungsraum vorgeschlagen. Auch können hier Angebote gemeinsam mit den Besuchern gemacht werden, um ein gutes Miteinander der Einwohner Hohwachts und Besuchern/Touristen, die sich dem Ort verbunden fühlen und oft über Jahre wiederkommen, zu fördern.
Neben überwiegend Ferienwohnungen und auch möglichen Appartements (Bed and Breakfast) bietet das Konzept auch die Möglichkeit im rückwärtigen und südwestlichen Teil des Plangebiets dauerhafte Wohnformen zu integrieren, um die Gemeindestruktur Hohwachts zu stärken.

Freianlagen Variante 1
Diese Planvariante zeichnet sich durch die angehobene Gartenebene im Zentrum der Neubebauung, die eine intensive Dachbegrünung über dem Parkdeck darstellt. Hier können aufgrund des Substrataufbaus kleinkronige Bäume, Sträucher und Bodenvegetation in Gestalt von Rasen/Wiesenflächen und Staudenbeeten angelegt werden. Private Terrassen im 1. OG der angrenzenden Gebäude und Kinderspielbereiche für die Bewohnerschaft runden das Bild der kleinteiligen und naturnahen Wohnbebauung ab.
Eine Besonderheit stellen die Höhenunterschiede zwischen der Gartenebene und der angrenzenden Strandstraße im Südosten dar. Sie sind zum einen als deutliche Höhensprünge mit Stützwänden und balkonartigen Aussichtspunkten, sowie als begrünte Böschungen mit Sitzstufen geplant.
Die Zwischenräume innerhalb der Gebäudekette im Südwesten des Betrachtungsbereichs sind ebenfalls als Dachgärten mit flach auslaufenden grünen Böschungen vorgesehen. Der südliche Teil des Grundstücks ist als Gemeinschaftsgarten mit Obstbäumen und Spielbereichen vorgesehen.
Regenwasser wird in Rigolen gesammelt und nach Möglichkeit vor Ort versickert und zurückgehalten. Sie erhalten außerdem einen Anschluß an den vorhandenen Entwässerungsgraben am öffentlichen Parkplatz.
Der steinerne Charakter der Strandstraße soll durch großkronige Baumpflanzungen entlang der südlichen Bestandsbebauung aufgelockert werden. Auch auf der Nordseite werden zwischen den Gebäudeclustern kleinkronige Gehölze wie Weißdorn und Mehlbeere gepflanzt und Sitzkanten angeboten.
Die Straße erhält eine neue, wertige Oberfläche aus einem Granitplattenteppich, der zur Bebauung durch Granitkleinpflaster abgesetzt ist. Der Verkehrskreisel an der Festwiese erhält dadurch mehr Aufenthaltsqualität und wird zum sogenannten „Festwiesenplatz“. Die platzartige Aufweitung am Ende der Straße und angrenzend an den Kurstrand wird in dieser Variante auf Flutschutzniveau angehoben, so dass ein barrierefreier Übergang zur Seebrücke realisiert werden kann. Dieser Platz erhält daher den Namen „Seebrückenplatz“. Ein großkroniger Baum auf dem Platz und ein Saum aus Kopflinden bilden den grünen Rahmen für eine intensive gastronomische Nutzung und als neu gestalteter Treffpunkt in Alt-Hohwacht.

Städtebauliches Konzept Variante 2
In dem Konzept der Variante 2 wird davon ausgegangen, dass die nachzuweisenden PKW-Stellplätze in einer noch zu planenden und zu errichtenden Quartiersgarage im Bereich der öffentlichen Stellplatzanlage untergebracht werden können. Im Erdgeschoss sind zur Strandstrasse kleinteilige Einzelhandelsnutzungen und gastronomische Konzepte geplant. Durch kleine Einheiten kann eine Vielfalt entstehen, insbesondere lokale Angebote aus Kunsthandwerk, Urlaubsbedarf aber auch Läden, die für die Einheimischen das Angebot vielfältiger machen, sollen hier angesiedelt werden. Entlang der Strandstrasse/Strandallee sind diese Flächen im Vergleich zu Variante 1 kleiner konzipiert. Durch die vorgelagerten Gartenstreifen wird ein deutlich grünerer und dörflicherer Charakter entwickelt. In einer weitergehenden Betrachtung wurde zusätzlich ein städtebauliches Szenario dargestellt, wie das Prinzip auch im westlichen Bereich der Strandstrasse ergänzende Bebauung strukturieren könnte.

Freianlagen Variante 2
In dieser Variante wird der zentrale, ebenerdige Gartenhof ebenfalls als grünes Wohnumfeld genutzt. Wir schlagen vor, das auf den Dachflächen der Gebäude anfallende Regenwasser durch einen oberirdische Rigole im Hof sichtbar zu machen. Er wird außerdem durch den vorhandenen, öffentlichen Weg durchquert.
Ein weiterer, weiter östlich verlaufender Weg, erschließt einen peripher angelegten Kinderspielbereich. Den Gebäuden sind nun überdachte, abschließbare Fahrradabstellanlagen mit begrünten Dächern zugeordnet.
Die Neubebauung erhält in dieser Variante grüne Vorzonen mit Sitzkanten und kleinkronigen Laubbäumen zur Strandstraße hin. Diese wechseln sich mit gepflasterten Bereichen für Auslagen des geplanten Einzelhandels ab. Zusammen mit einer ergänzten Reihe aus Kopflinden und einer Buchenhecke statt des Friesenwalls entlang der südlichen Straßenseite, bekommt die Strandstraße einen deutlich grüneren Charakter.
Auch in dieser Variante werden der Verkehrskreisel und der Wendehammer am Strandimbiss zu einladend gestalteten Stadtplätzen mit Aufenthaltsqualität und Ausblicken aufs Meer.
Die Hochwasserschutzlinie wird hier ebenfalls so umgestaltet, dass ein barrierefreier Übergang zur Seebrücke entsteht. Der Seebrückenplatz wird jedoch nicht insgesamt angehoben, sondern steigt nur nach Südosten an, um am Übergang zur Seebrücke die Flutschutzhöhe zu gewährleisten. Aus diesem Grund liegen vor dem dort platzierten neuen Gebäude Platzterrassen, die die ansteigende Platzfläche begleiten und für Gastronomie genutzt werden können. Eine Dorflinde markiert analog zur Bestandslinde am Festwiesenplatz den Übergang zum Strand, der großzügiger als Terrassentreppe mit Sitzstufen umgestaltet ist.